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Wechselstromphysik 7 LCR−Parallelschaltung Vorbemerkungen Nachdem wir
im Kapitel 6 die Reihenschaltung aus Ohmschen
Wider- stand (R),
kapazitiven Widerstand (C) und induktiven Widerstand (L) behandelt haben,
geht es in diesem Kapitel um eine Parallelschaltung. Wir werden
die Lösung des Problems sofort mit dem Zeigerdiagramm angehen und
auf die DGL verzichten. Schaltskizze
und Funktionsgleichung Unser Aufbau hat folgendes Aussehen.
Wir wissen,
dass beim Parallelkreis alle Spannungen gleich groß sind, d.h. U0(t)
= Uc(t) = UR(t) = UL(t).
Unsere Überlegungen müssen daher hier über
die Stromstärken gehen. Das
entsprechende Zeigerdiagramm für die Stromstärken sieht dann so aus.
Erklärung: Aus den vorherigen Kapiteln (insbesondere
Kapitel 5)
wissen wir über die Phasenbeziehung zwischen Stromstärke und
Spannung Bescheid. Ohmscher Widerstand (R): I(t) und UR(t) liegen in Phase,
also werden beide Zeiger (Pfeile) über- einander gelegt. Kapazitiver Widerstand (C): Die Spannung hinkt der Stromstärke um
π/2 hinterher. Die Spannung wird also um 90° (im Uhrzeigersinn) gegenüber
der Stromstärke verschoben, da sich das Zeigerdiagramm gegen
den Uhrzeigersinn dreht. Die Stromstärke muss daher 90° voraus
eingezeichnet werden, da UR(t) = Uc(t)
ist Induktiver Widerstand (L): Hier ist es genau umgekehrt. Die Spannung
läuft um 90° voraus, d.h. die Stromstärke läuft der Spannung um
90° hinterher. Es muss nun
IG(t) bestimmt werden. Dies geht wie im Kapitel 6 über Vektoraddition.
Wir erhalten dann folgendes Zeigerdiagramm
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