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Wechselstromphysik 6 LCR−Reihenschaltung Vorbemerkungen In diesem Kapitel werden die Schaltungen des
Wechselstromkreises immer komplizierter. Es geht jetzt um eine
Reihenschaltung von Ohm- schen Widerstand, Spule und
Kondensator. Wir werden uns zu Nutze machen, dass wir über die Einzelteile im
Stromkreis schon einiges wissen. Wir haben schon Kenntnisse über
Impedanzen und Phasen- verschiebungen gewonnen. Außerdem
kennen wir das Zeiger- diagramm, welches in diesem
Kapitel eine Hauptrolle spielen wird. Als Vorwissen werden also die Kapitel 1−5
vorausgesetzt. Schaltskizze
und Funktionsgleichung Unser Aufbau hat folgendes Aussehen.
Die Bauelemente R (Ohmscher
Widerstand), C (Kondensator) und L (Spule) werden in einer Reihenschaltung an
eine Wechselspannungs- quelle U0 angeschlossen. Er ergibt sich:
Wir werden uns bei der Lösung für Imax und φ einfach des Zeiger- diagramms bedienen, das sehr
viel schneller und anschaulicher die Lösung für Imax
und φ liefert. Hierzu tragen wir die Größen zunächst
getrennt in das Zeigerdia- gramm ein und lösen das
Problem einfach durch vektorielle Addition. Am Anfang sieht das Zeigerdiagramm für den
LCR-Reihenschaltungs- fall also folgendermaßen aus.
Erklärung: Aus den vorherigen Kapiteln (insbesondere Kapitel 5) wissen wir über die Phasenbeziehung zwischen Stromstärke und
Spannung Bescheid. Ohmscher Widerstand (R): I(t) und UR(t) liegen in Phase, also
werden beide Zeiger (Pfeile) über- einander gelegt. Kapazitiver Widerstand (C): Die Spannung hinkt der Stromstärke um
π/2 hinterher. Die Spannung wird also um 90° (im Uhrzeigersinn) gegenüber
der Stromstärke verschoben, da sich das Zeigerdiagramm gegen
den Uhrzeigersinn dreht. Induktiver Widerstand (L): Hier ist es genau umgekehrt. Die Spannung
läuft um 90° voraus.
Dies sieht dann folgendermaßen aus.
Erklärung: UC und UL stehen sich genau
gegenüber, also braucht man nur die Länge beider Pfeile zu subtrahieren und
erhält UC − UL. Danach
wird dieser Pfeil vektoriell mit UR
addiert und man bekommt UG.
Dieses UG entspricht dabei der angelegten
Spannung U0. Der Winkel φ wäre dann die
Phasenverschiebung zwischen der Strom- stärke und der Spannung. Es gilt jetzt:
Sonderfälle In diesem komplexen Fall der Reihenschaltung sind
natürlich auch alle Sonderfälle enthalten, die wir schon
betrachtet haben. 1. Fall:
L = 0 H, C
= ∞ F R = Wert → nur Ohmscher Widerstand X = R; tanφ = 0 → φ = 0° 2. Fall: R = 0 Ω; C = Wert ; L = 0 H
→ nur Kapazität (Kapitel
4) X = 1/(C∙ω); tanφ = − ∞ → φ = −
π/2 3. Fall: R = 0 Ω; C = ∞ F, L =
Wert → nur Induktivität (Kapitel 3) X = ω ∙ L; tanφ = + ∞ → φ = π/2 Beachte, dass der Tangens folgendes Aussehen
hat:
Quelle: wikipedia Übungsaufgabe
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