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Wechselstromphysik 1

 

Rückblick: Gleichstrom

 

Bevor wir zur eigentlichen Physik des Wechselstromes kommen,

wollen wir noch einmal zum Gleichstromfall zurückblicken, damit die

Unterschiede deutlicher werden.

 

Ohmscher Widerstand

 

Dies ist der einfachste Fall. Es gilt das Ohmsche Gesetz, d.h. es be-

steht eine Proportionalität zwischen Spannung und Stromstärke.

Es gilt nämlich:

Es gelten folgende Diagramme:

 

               Vorgabe: U = 10 V

 

                 Vorgabe: U = 10 V, R = 5 Ω

 

                      Ohmsche Gesetz: U von 0 bis 25 V, R = 5 Ω

 

Kondensator

 

Das Verhalten des Kondensators im Gleichstromkreis ist deutlich kom-

plexer als beim reinen Ohmschen Widerstand. Beim Anschluss an die

Quellenspannung lädt sich der Kondensator zunächst schnell und

dann immer langsamer auf, da die im Kondensator enthaltenen Ladun-

gen ein weiteres Aufladen behindern. Für die Stromstärke bedeutet

dies, dass zunächst eine große Stromstärke herrscht (viele Ladungen

pro Zeiteinheit), während sie mit der Zeit immer geringer wird und

schließlich praktisch den Wert Null erreicht. Befindet sich im Stromkreis

noch eine Glühlampe, würde diese zunächst aufleuchten, um dann

dauerhaft auszugehen. Der Kondensator sperrt also dann auf Dauer

den Stromkreis.

Folgendes Diagramm aus dem entsprechenden Kapitel des digitalen

Physikbuches zeigt dies noch einmal (U = 4 V; R = 10 kΩ; C = 5,36 nF)

 

Die Ladungsmenge auf dem Kondensator bildet eine Sättigungskurve.

Zunächst fließen viele Ladungen auf, dann immer weniger bis eine

Sättigung erreicht ist.

Spule

 

Auch bei der Spule sind die Abläufe nicht so einfach, da hier Selbst-

induktion auftritt, d.h. falls sich das Magnetfeld innerhalb der Spule

ändert, erzeugt die Spule eine Gegenspannung zur Quellenspannung.

Wenn der Stromkreis eingeschaltet wird, steigt die Stromstärke plötz-

lich an, so dass die Änderung der Magnetfeldstärke sehr schnell erfolgt

und somit hohe Selbstinduktionsspannungen auftreten. Diese wirken

der angelegten Quellenspannung entgegen. Die Stromstärke ist da-

durch zunächst gering, steigt dann aber langsam an. Es ergibt sich ins-

gesamt eine Sättigungskurve. Hier würde eine Glühlampe zunächst

wegen der geringen Stromstärke nicht leuchten, um dann dauerhaft

zu leuchten.

Es ergeben sich folgende Diagramme:

 

 

Die Spule verhindert im Gleichstromkreis einen sofortigen Anstieg der

Stromstärke, um dann aber auf Dauer die maximale Stromstärke zuzu-

lassen.

 

Folgender Videoausschnitt zeigt die Verhältnisse noch einmal in einem

Versuch.

Quelle: Ausschnitt aus Physik mit C

 

 

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